Liebe Freunde der Pallottiner und des Pallottihauses!

Nichtglaubende sehen die Osterbotschaft wie eine harte Nuss, die nicht zu knacken ist, geschweige denn gar Nährstoff für den eigenen Lebensweg sein könnte: “Das ist doch undenkbar, dass da einer (noch dazu als Unschuldiger) in den Tod getrieben wird – und dem wird neue Zukunft eröffnet: „ER lebt, wir sind IHM begegnet“, so berichten die ersten Zeugen über den Auferstandenen.

Auf einem alten Perikopenbuch aus Salzburg werden diese Erfahrungen gemeinsam dargestellt: Das Grab Jesu befindet sich in einem wuchtigen Festungsturm und die Wächter schlafen in aller Ruhe, denn hier herrscht wirklich Grabesruhe und es könnte auch niemand von hier ausbrechen. Aber das Grab ist leer, die Tücher sind sorgfältig zusammengelegt, da hat niemand überhastet etwa gar den Leichnam gestohlen. Der Auferstandene thront oben in der Mitte, ihm zur Seite steht Maria, die ihn nie im Stich gelassen hat und auf der anderen Seite der sogenannte „Ungläubige“ Thomas, der einen handfesten Beweis haben möchte, dass sein Meister wiederum lebt. Links unten kommen die Frauen mit Weihrauch und Salben, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen – Aber der Engel muss es ihnen erklären: “ER ist nicht mehr hier, ER lebt!“

Das Bild möchte auch unserem tastenden Glauben entgegenkommen, dass uns im Ostergeschehen fast Unvorstellbares geschenkt ist, welches sein Licht schon heute auf unseren Lebensweg wirft und erst recht voll aufleuchtet im ewigen Geborgensein bei Gott selbst.

In den Märchen heißt es oft: “Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“. Uns Christen ist ein viel weiterer Ausblick zugesagt: Wir leben glücklich bis in Ewigkeit und feiern deshalb das Fest gegen alle Totpunkte! Halleluja!

*******************************

Im Pallottihaus laufen zurzeit größere Veränderungen, da wir für die gesamte Organisation, von der Rezeption über die Küche, Personal, Verwaltung, Firmenkontakte, Buchhaltung etc., Herrn John Kusolitsch gewinnen konnten, der bisher viel größere Betriebe als unser Haus geleitet hat. Er ist schon voller Elan an all diese Aufgaben heran gegangen und wir wünschen ihm einen guten Überblick, Offenheit für die Gruppen und Gäste und wie bisher auch ein gutes Echo von allen, die hier aus- und eingehen. Trotz der gewaltigen Einschnitte gerade in diesen Tagen muss eine Grundauslastung des Hauses gegeben sein, denn sonst kann unsere Gemeinschaft Haus und Kirche nicht mehr aufrechterhalten; dies würden viele sehr bedauern, wie wir es immer wieder hören.

Unser bekannter Pallottiner-Mitbruder Dr. Jörg Müller kommt auch wieder zu uns von Freitag, 13.11. um 18 Uhr bis Sonntag, 15.11. um 13 Uhr; das Thema lautet: “Sag NEIN ohne Schuldgefühle“.

So wünschen wir Ihnen mit dem schönen Auferstehungsbild und seiner starken Aussage weit über Ostern hinaus viel Kraft für jeden Tag und feste Zuversicht für die Zukunft. Wir danken allen für das Wohlwollen uns gegenüber, für alle Hilfe und das gegenseitig bestärkende Miteinander in Kirche und Haus. Das ist guter Pallottinischer Geist, so wie wir oft singen: “Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen“.

 

Mit herzlichen Segensgrüßen und innigem Dank für die Verbundenheit mit uns,