Wien, im Advent 2021

Liebe Freunde und Förderer des Pallottihauses in Wien!

Ein großes Licht wird an jenem Tag aufstrahlen!

Wie wenn ein großer Scheinwerfer den Boden absuchen und in der Mitte stehen bleiben würde, um sein Licht in die Tiefe zu senken und das Gesuchte auszumachen, so fällt ein Strahl von einem hellen Stern her vom Himmel, blendend leuchtend, fast wie eine Sonne!
Am Wendepunkt im Kreislauf der Gestirne und der Gezeiten hat sich der Himmel geöffnet. Wie durch einen Türspalt das Licht dringt, so wirft der Himmel auf die in Finsternis liegende Erde einen Strahl hellen Lichtes.
Davon künden die Lieder im Advent: Diese alte Sehnsucht möge in Erfüllung gehen und den Geschöpfen auf dieser Erde Gutes, Heilvolles, Belebendes und Erhellendes senden.
Davon sprechen die Verheißungen der Propheten: Das ewig ungeschaffene Licht, Gott selbst, der Gott, der Beziehung heißt, der mit allen und für alle ist, er möge sein Liebesband auf der Erde festmachen und sich so mit der Welt unauflösbar verbinden.
Und davon erzählt die biblische Weihnachtsgeschichte: Gott sucht einen Ort, wo er bleiben, wohnen, Mensch werden kann, damit der Mensch erkennt und glaubt, dass er nie gottverlassen und gottlos ist.
Die Lichtquelle findet ihr Ziel. Das Wort bekommt Antwort, die Antwort gibt Maria aus Nazareth. Das Licht macht sich auf der Erde fest für immer und ewig.
Sich auf das Licht einzulassen und gleichzeitig zulassen zu müssen, dass man es nicht besitzen kann, ist nicht leicht. Die Jünger spüren es auf dem Berg der Verklärung: Es ist nicht Zeit zu bleiben.
Er sendet sie aus mit dem Auftrag, Licht zu sein und allen zu leuchten, die in Angst, Not und Finsternis sind. So sind auch wir als Christ*innen berufen das Licht zu erkennen und weiterzugeben, damit in dieser wohl seltsamen, orientierungslosen Zeit neuer Schein, offener Himmel, lohnendes Ziel und beglückender Trost sichtbar werden. Dann strahlt hier und jetzt ein großes Licht auf!
Bild: Sieger Köder

 

Rückblick und Ausblick:

Seit Monaten sind in Zeitung und Fernsehen die Nachrichten voll mit ernüchternden und beängstigenden Meldungen, verursacht durch die Corona – Epidemie und die Aussichten hinein in die nächste Zeit scheinen nicht sehr ermutigend zu sein.
Auch wir im Pallottihaus bekamen es zu spüren, da fast alle Mitarbeiter infiziert waren und wir deshalb Haus und Kirche längere Zeit geschlossen halten mussten; schon fixierte Veranstaltungen wurden zuerst verschoben, dann ganz abgesagt und treue Gäste blieben aus, die sonst immer wieder gerne Wien oder Verwandte und Bekannte aufgesucht haben. Wir brauchen nicht auch noch in das Lamento über Verunsicherungen und Belastungen einzustimmen, sondern können ohnehin nur vorsichtig und verantwortungsvoll in die Zukunft gehen und auf hoffentlich halbwegs normale Verhältnisse hoffen.
Ganz aktuell aber passt da gut dazu und möchte Orientierung, Vertrauen und Ermutigung vermitteln, wenn unser bekannter Mitbruder Pater Dr. Jörg Müller SAC vom 14. bis 16.Jänner 2022 ein Besinnungs-Wochenende hält mit dem Thema: Die Zukunft macht mir Angst. Denn viele sind schon irritiert, geraten in Depression oder Wut und möchten doch in Gelassenheit und Gottvertrauen leben. Wo ist da unser Gott, will er wirklich der Heilende für die Welt sein und uns aus solchen Gefährdungen herausführen? Genaues Programm und Anmeldung für das Seminar bis 3.Jänner 2022. Es wäre schön, Kursangebote überhaupt wieder in unser Programm setzen zu können und wie bisher bei P. Müller eine größere Anzahl Interessierter dabei zu haben.
Seit längerer Zeit müssen wir schon Überlegungen anstellen, bei unserer Kirche Schäden durch feuchtes Mauerwerk und im Deckenbereich viele Risse auszubessern und nach diesen Arbeiten die Kirche wieder einmal auszumalen. In gut 30 Jahren hat sich natürlich auch einiges an Rauch und Staub an den Wänden abgesetzt. Unserem Herrgott zuliebe und für unser lebendiges, erbauende, gottesdienstliche Feiern wäre es schon angebracht, dafür einen intakten und ansprechenden Kirchenraum zur Verfügung zu haben. Daher ist es diesmal unsere Bitte, unsere Gottesdienst-Gemeinde in diesem Anliegen durch Ihre Gabe zu unterstützen. Wir sagen dafür schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott und werden dann gleich mit diesen Ausbesserungen beginnen, sobald ein gewisser Sockelbetrag zusammengekommen ist.
So möchten wir für die Weihnachtliche Zeit und das Neue Jahr trotz aller Besorgnis doch viel an Zuversicht und Kraft, vor allem auch gute Gesundheit wünschen durch unseren Gott, der ganz einer von uns und für uns sein will und verbleiben mit herzlichen Segensgrüßen,

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