Ein Osterbrief

Liebe Freunde der Pallottiner und des Pallottihauses!

Lass dir deine Hoffnung
nicht ausreden.
Schon kehren
deine ausgesandten Gedanken
zu dir zurück
ohne Schwermut.
Die Zukunft beginnt
sehr leise
kaum spürbar,
zärtlich.
Sie verheißt
ein neues Empfinden.
Das gebrochene Rohr
biegt sich aufrecht im Wind,
und der glimmende Docht
brennt auf, warm und hell.
Das Recht erreicht die Ferne und auch die Nähe.
Die Augen
gehen den Verblendeten auf.
Bald blühen Dornenkronen,
und jeder Purpurmantel
umhüllt Folter und Tod
in einer Auferweckung
des Lebens.
(Manfred Fischer)
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Rückblick und Ausblick

Nach den vielen Veränderungen, Verschiebungen und Ausfällen durch die Corona – Pandemie scheint sich allmählich alles doch wieder mehr in Richtung Normalität zu bewegen:

Einzelne Veranstaltungen können wieder gehalten werden und es trauen sich auch wieder Stammgäste und neue, an Wien Interessierte, zu uns zu kommen.

Umso mehr sind wir natürlich jetzt neuerdings durch den gewaltsamen Übergriff auf die Ukraine erschüttert, durch den  -gar nicht so weit von uns-entfernt-  zu furchtbaren Menschenopfern, Zerstörungen und Leid im Land und für die vielen Flüchtlinge gekommen ist.

Wie ginge es uns, wenn wir von einem Tag auf den anderen alles zurücklassen müssten, Familien auseinandergerissen werden und kaum mehr ein Hoffnungs-schimmer besteht, je wieder in die Heimat zurückkehren zu können?! Ich denke, wir alle werden bei den verschiedenen Hilfsaktionen gewiss ein offenes Herz und eine offene Hand haben.

Bei diesen beunruhigenden Zuständen ist es verständlich, dass manche sagen:
“Die Zukunft macht mir Angst“ Genau zu diesem Thema hatten wir schon ein Besinnungs-Wochenende mit unserem bekannten Pallottiner P. Jörg Müller SAC vorgesehen, das aber wegen der Einschränkungen nicht gehalten werden konnte.

Mit einem neuen Anlauf soll es nun doch von Freitag, dem 9.9. um 18 Uhr bis zum Sonntag, dem 11.9.2022 stattfinden. Genauere Information dazu gibt es hier bei uns im Haus und die Anmeldung erbitten wir bis zum 21.8.2022.

Die großen Fragen unseres Menschseins werden behandelt werden, wie denn Gott gerade bei schwerem Leid als der Heilende und Bestärkende erfahren werden kann. ER hat uns als der Bote des Friedens verheißen, durch den Glauben zu einem tragenden Grundvertrauen zu finden und zur Zuversicht für jeden Tag, damit wir in Sicherheit unseren Weg gehen können.

Zu Ostern geht es uns besonders auf, dass der Weg Jesu über das Kreuz zum täglichen Auferstehen hinführt und für uns Christen trotz mancher Durchkreuzung im Leben eigentlich ein Pluszeichen ist, sich täglich neu zu erheben und schließlich zur Auferstehung zu gelangen.

Erfreulich gut gelungen ist das Ausmalen unserer Kirche und Ausbessern verschiedener Schäden, sodass wir freudig und feierlich in das Osterlob einstimmen und auch in Zukunft erbauend die Liturgie miteinander feiern können. Gut die Hälfte der Reno-vierungskosten ist dankenswerter Weise schon hereingekommen; dafür und für jedes Zeichen des Zusammenhaltens und der Ermutigung sagen wir ein herzliches Vergelt´s Gott.

So wünschen wir allen gesegnete Kar- und Ostertage und in das Jahr hinein vor allem Gesundheit und den umfassenden Osterfrieden.
Mit herzlichen Segenswünschen,